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21. April 2024 Von Matthew Rathbone

Einführung

Kurzfassung: Mit \l oder \list listest du in psql alle Datenbanken auf. Das zeigt allerdings nur die grundlegendsten Infos zu jeder Datenbank. Wenn du mehr Details brauchst, lies weiter.

Schritt 1: Stell sicher, dass du Zugriff auf ‘psql’ hast

Stell zuerst sicher, dass du Zugriff auf das PostgreSQL-Kommandozeilentool psql hast. Um psql zu starten, öffne dein Terminal und gib ein:

psql -U username -d dbname

Ersetze username durch den Benutzernamen deiner PostgreSQL-Rolle und dbname durch eine beliebige Datenbank, auf die der Benutzer Zugriff hat. Wenn du für die Ersteinrichtung auf die Standard-Datenbank von PostgreSQL zugreifst, kannst du postgres als dbname verwenden.

Schritt 2: Datenbanken auflisten

Sobald du in der psql-Oberfläche bist, ist das Auflisten aller Datenbanken ganz einfach. Verwende folgenden Befehl:

\l

oder

\list

Diese Befehle zeigen eine Liste aller Datenbanken samt Eigentümer, Encoding, Collation-Einstellungen und Zugriffsrechten. So könnte die Ausgabe zum Beispiel aussehen:

                                 List of databases
   Name    |  Owner   | Encoding |   Collate   |    Ctype    |   Access privileges   
-----------+----------+----------+-------------+-------------+-----------------------
 postgres  | postgres | UTF8     | en_US.UTF-8 | en_US.UTF-8 | 
 template0 | postgres | UTF8     | en_US.UTF-8 | en_US.UTF-8 | =c/postgres          +
           |          |          |             |             | postgres=CTc/postgres
 template1 | postgres | UTF8     | en_US.UTF-8 | en_US.UTF-8 | =c/postgres          +
           |          |          |             |             | postgres=CTc/postgres
 mydb      | dbuser   | UTF8     | en_US.UTF-8 | en_US.UTF-8 | 

Die Ausgabe verstehen

  • Name: Der Name der Datenbank.
  • Owner: Die Rolle, der die Datenbank gehört.
  • Encoding: Das von der Datenbank verwendete Zeichenkodierungsschema.
  • Collate: Sortierreihenfolge (also wie Strings sortiert werden).
  • Ctype: Zeichenklassifizierung (z. B. Buchstabe, Ziffer).
  • Access privileges: Benutzerdefinierte Zugriffsrechte, falls vorhanden.

Mit einem ‘+’ mehr Infos bekommen

Psql nutzt + in Kombination mit anderen Befehlen, um eine erweiterte Ausgabe anzuzeigen. Das ist besonders praktisch, wenn du detailliertere Infos brauchst oder die Standardausgabe zu kompakt oder abgeschnitten ist.

Führ beim Auflisten \l+ aus, um zusätzliche Infos zu jeder Datenbank zu sehen

Dieser Befehl zeigt weitere Details zu jeder Datenbank, zum Beispiel:

  • Size: Der physische Speicherplatz, den die Datenbank belegt.
  • Description: Kommentare, die zur Datenbank hinzugefügt wurden.

Rollen und Berechtigungen mit ‘\du’ auflisten

Der Befehl \du zeigt die Liste der Rollen in der PostgreSQL-Datenbank samt ihrer Berechtigungen.

Die Ausgabe enthält Spalten wie:

  • Role name
  • Attributes: Listet globale Attribute wie Login-Berechtigungen, Superuser-Status, Rollenvererbung usw.
  • Member of: Andere Rollen, zu denen diese Rolle gehört.

Tablespace-Infos mit ‘\db’ auflisten

Der Befehl \db liefert Infos zu Tablespaces, also den Speicherorten, an denen PostgreSQL-Datenbanken ihre Dateien ablegen.

Das zeigt Details zu jedem Tablespace, darunter:

  • Name: Der Name des Tablespace.
  • Owner: Die PostgreSQL-Rolle, der der Tablespace gehört.
  • Location: Der Verzeichnispfad des Tablespace auf der Festplatte.
  • Size: Die Größe des Tablespace.

Detaillierte Datenbank-Infos aus ‘pg_catalog.pg_database’ abrufen

PostgreSQL speichert Metadaten zu allen Datenbanken im Systemkatalog pg_catalog.pg_database. Wenn du diesen Katalog abfragst, bekommst du umfassende Details zu den Datenbanken.

Beispiel für eine SQL-Abfrage

So rufst du detaillierte Infos zu den Datenbanken ab:

SELECT datname AS database_name, 
       pg_size_pretty(pg_database_size(datname)) AS size,
       datallowconn AS allow_connections,
       datconnlimit AS connection_limit,
       encoding, 
       datcollate, 
       datctype 
FROM pg_catalog.pg_database;

Die Ausgabe verstehen

  • database_name: Name der Datenbank.
  • size: Datenbankgröße in gut lesbarem Format.
  • allow_connections: Gibt an, ob die Datenbank Verbindungen erlaubt (true oder false).
  • connection_limit: Die maximale Anzahl gleichzeitig erlaubter Verbindungen (-1 bedeutet kein Limit).
  • encoding: Numerische Encoding-ID der Datenbank.
  • datcollate: Collation-Einstellung der Datenbank.
  • datctype: Zeichentyp-Einstellung der Datenbank.

Diese Abfrage gibt dir Einblick in die Konfiguration und Einstellungen der Datenbank.

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Zusammenfassung

Kurz gesagt: Mit \l listest du in psql alle Datenbanken auf. Für detailliertere Infos nutzt du die anderen Befehle aus diesem Tutorial.

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